12.3.2010
Ausstellungen

Neofaschismus in Deutschland

In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden - über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert.

Geht hier die jahrelange Saat von Alt- und Neofaschisten auf? Können diese Ereignisse mit denen aus der NS-Zeit verglichen werden? Haben die Ausbreitung rassistischen Denkens und die daraus erwachsene Gewalt heute ganz andere Gründe als damals?

Die Ausstellung will dazu beitragen, dass diese Bilder nicht auf Dauer zum deutschen Alltag gehören. Sie will über Ideologie und Praxis des Neofaschismus informieren. Sie will Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns benennen.

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Der zweite Sonntag im September

In den Nachkriegsjahren wird der zweite Sonntag im September zum ersten Gedenktag für die Opfer des Faschismus in Deutschland. Der Kalte Krieg führt zu einer Teilung der Erinnerung in Ost und West.

In der Bundesrepublik und Westberlin ist der von der VVN organisierte "Tag der Opfer des Faschismus" bis in die 1960er Jahre Verboten ausgesetzt, das offizielle Gedenken fokussiert sich bald auf den 20. Juli 1944.

In der DDR hat der OdF-Tag mit Ehrungen und Kundgebungen, aber auch Ritualen, Einseitigkeiten und Vereinnahmungen einen festen Platz in der Erinnerungskultur. Seit 1990 wird der Gedenktag als "Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung" fortgesetzt.

Die Ausstellung thematisiert anhand des Umgangs mit dem OdF-Tag die Unterschiede der Erinnerungskulturen und deren politischer Instrumentalisierung in Ost- und Westdeutschland.

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© VVN-BdA, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten