VVN-BdA verurteilt völkerrechtswidrigen US-Angriff auf Venezuela

3. Januar 2026

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Mit Entsetzen nimmt die VVN-BdA zur Kenntnis, dass auf die völkerrechtswidrigen US-Militäreinsätze gegen venezolanische Schiffe und Boote nun ein großangelegter Militäreinsatz im Landesinnern gefolgt ist. Strategie und Taktik der USA orientieren sich dabei ganz offensichtlich an der US-Politik der 70er und 80er Jahre in Lateinamerika. Handlungsleitend ist dabei weiterhin die sogenannte Monroe-Doktrin nach der die USA die unabänderliche Vormachtstellung in Mittel- und Südamerika haben sollten. Die Botschaft an die anderen lateinamerikanischen Staaten ist klar: die USA nehmen ihren „Hinterhof“ wieder in Besitz und wer sich den US-amerikanischen Interessen nicht beugt, muss mit härtesten Konsequenzen rechnen.

Unabhängig davon, wie die Regierung Maduro politisch einzuschätzen ist, führt das Vorgehen der Trump-Administration zu einer weiteren Implosion regelbasierten Vorgehens in der Weltpolitik. Mit Donald Trump und seiner Administration sind eine regelbasierte Ordnung und Rechtsstaatlichkeit nicht möglich und Frieden unerreichbar.

Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Angriff zu verurteilen und der Erosion des Völkerrechts mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenzutreten.

USA raus aus Venezuela – Lateinamerika ist kein „Hinterhof“!

Kontokündigungen wegen Antifa?

3. Januar 2026

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Die USA haben die Gruppe „Antifa-Ost“ sowie mehrere antifaschistische und linke Organisationen aus Italien und Griechenland als terroristische Organisationen eingestuft. Die Entscheidung wurde am 14. November 2025 von US-Außenminister Marco Rubio bekanntgegeben. Gleichzeitig setzte das US-Außenministerium eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar für Hinweise auf Finanzierungs- und Unterstützungsstrukturen dieser Gruppen aus.

Die Einstufung erfolgte per Exekutiventscheidung zunächst als Foreign Terrorist Organization (FTO) und anschließend als Specially Designated Global Terrorists (SDGT). Dadurch können Finanzsanktionen verhängt und Programme wie „Rewards for Justice“ angewendet werden – ohne vorheriges Gerichtsverfahren.

In einer Rede im Dezember 2025 in Ungarn stellte der US-Regierungsvertreter Thomas DiNanno Antifa-Strukturen ausdrücklich auf eine Stufe mit al-Qaida und dem sogenannten Islamischer Staat (ISIS).
Antifaschismus wird dabei nicht als politisches Spektrum, sondern als international organisierte Terrorstruktur dargestellt. Andere europäische Staaten wurden aufgefordert, diesem Kurs zu folgen.

In Deutschland ergeben sich aus der US-Listung bislang keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen. Dennoch zeigen sich bereits konkrete Auswirkungen. Die GLS-Bank und die Sparkasse Göttingen kündigten der Roten Hilfe die Bankkonten. Auch Anarchist Black Cross sowie die DKP erhielten von der GLS-Bank Kontokündigungen, teilweise ohne Angabe von Gründen.

Internationale Unternehmen und Plattformen handeln häufig vorsorglich, etwa durch Kontosperrungen oder den Entzug von Zugängen, auch ohne individuelle Terrorlistung. Hintergrund ist die Angst vor möglichen US-Sanktionen. Banken, die Beziehungen zu Personen oder Organisationen auf US-Terrorlisten unterhalten, drohen harte Maßnahmen bis hin zum Ausschluss aus dem internationalen Zahlungsverkehrssystem SWIFT. Obwohl SWIFT formal dem EU-Recht unterstellt ist, folgt es aufgrund der Dominanz des US-Dollars faktisch dem außenpolitischen Druck der USA.

Damit erklären die USA Unterstützungs- und Solidaritätsstrukturen antifaschistischer und linker Gruppen in Europa zu sicherheitspolitischen Zielen und weiten ihre Repressionsinstrumente entsprechend aus.

Der Fokus von der Verfolgung einzelner Straftaten wird verschoben zu einer verstärkten Beobachtung, möglichen Einschränkung und faktischen Schwächung antifaschistischer Infrastruktur und organisatorischer Grundlagen.

Wir bleiben solidarisch.
Gegen jede Kriminalisierung von Antifaschismus.

Trauer um unseren Kameraden Dieter Bahndorf

geschrieben von Bundesvereinigung VVN-BdA, VVN-BdA Hessen und VVN-BdA Frankfurt

13. Dezember 2025

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hma-meldungen 25-2025

5. Dezember 2025

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Bundeskongress 2025 – unsere Beschlüsse

26. November 2025

Broschüre der gesammelten Beschlüsse des außerordentlichen Bundeskongresses 2025.

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hma-meldungen 24-2025

20. November 2025

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Verbotsverfahren und gesellschaftlicher Druck

geschrieben von Friedrich Burschel

11. November 2025

Langversion der Eröffnungsrede von Friedrich Burschel zum Außerordentlichen Bundeskongress der VVN-BdA in Stuttgart am 4./5. Oktober 2025

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Herausforderungen in der Geschichtspolitik

geschrieben von Maxi Schneider

11. November 2025

Vortrag von Maxi Schneider, gehalten auf dem Außerordentlichen Bundeskongress der VVN-BdA in Stuttgart am 4./5. Oktober 2025

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Auf dem Weg in die (rechte) Militärrepublik

geschrieben von Tobias Pflüger

11. November 2025

Teil des Protestes gegen Aufrüstung und Militarisierung sein!

Vortrag von Tobias Pflüger, gehalten auf dem Außerordentlichen Bundeskongress der VVN-BdA in Stuttgart am 4./5. Oktober 2025

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Herausforderungen durch Militarisierung und Aufrüstung

geschrieben von Paul Schäfer

11. November 2025

Vortrag von Paul Schäfer, gehalten auf dem Außerordentlichen Bundeskongress der VVN-BdA in Stuttgart am 4./5. Oktober 2025

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